Der Physiker Hermann Haken (* 12. Juli 1927 in Leipzig) ist emeritierter Professor auf dem Lehrstuhl für theoretische Physik der Universität Stuttgart und Begründer der Synergetik.
Nach dem Studium der Mathematik und Physik in Halle (Saale) und Erlangen und der Promotion in Mathematik an der Universität Erlangen sowie Gastaufenthalten in Großbritannien und den USA wurde er 1960 auf einen Lehrstuhl für Theoretische Physik an der Universität Stuttgart berufen (Emeritierung 1995). Er beschäftigte sich mit nichtlinearer Optik (insbesondere Laserphysik), Festkörperphysik, statistischer Physik, Gruppentheorie. Haken baute sein Institut innerhalb kurzer Zeit zu einem internationalen Zentrum der Lasertheorie aus, nachdem Theodore Maiman im Mai 1960 den ersten experimentellen Laser realisierte. 1962 konnte Haken eine abgeschlossene Theorie des Lasers vorstellen, die dem Institut internationale Beachtung verschaffte. Die Interpretation des Laserprinzips als Selbstorganisation von Nichtgleichgewichtssystemen führte Ende der 1960er Jahre zur Entwicklung der Synergetik, als deren Begründer Haken heute bekannt ist. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter eine Einführung in die Synergetik, sowie Herausgeber einer Buchreihe zu diesem Gebiet.
1990 erhielt Haken die Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft verliehen.
Quelle: www.wikipedia.de
Autoren: J.-A. Koch, Juesch, Asdert, Oge, Magadan u.a.
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